S-Acetylglutathion

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass diverse Krankheitsbilder wie das chronische Fatigue-Syndrom wesentlich von einer Störung des Glutathion-Stoffwechsels beeinflusst werden. Mit dem pharmazeutischen Wirkstoff S-Acetylglutathion ist eine Therapieform verfügbar, mit welcher sich mehrere krankheitsassoziierte Mechanismen zeitgleich beeinflussen lassen und zu der äußerst positive Erfahrungen berichtet werden. Darüber hinaus besitzt das S-Acetylglutathion nachweislich zahlreiche weitere erfreuliche Effekte auf die Gesundheit.

Schwere Krankheiten gehen teils auf Störungen des Glutathionspiegels zurück

Bei S-Acetylglutathion handelt es sich um acetyliertes Glutathion. Glutathion selbst ist ein schwefelhaltiges Tripeptid und demnach ein Eiweiß, welches natürlicherweise in sämtlichen Geweben und Organen vorkommt, auch in denen des Menschen. Mit steigendem Alter reduziert sich in den Zellen der Glutathionspiegel und auch dessen Produktion in der Leber verringert sich im Zeitraum von 10 Jahren um ungefähr 10%. Dieser Vorrat reduziert sich zusätzlich, wenn der eigene Organismus Schadstoffe sowie Umwelttoxine bekämpfen muss oder sich einer Überdosierung mit Medikamenten ausgesetzt sieht. Hinzu kommt, dass die natürliche Produktion an Glutathion durch Alkoholkonsum negativ beeinträchtigt wird. Dies lässt sich damit begründen, dass die Leber für die Regeneration hauptverantwortlich ist. In der Vergangenheit wurden Störungen des Verdauungs- und Immunsystems, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie auch das Fortschreiten schwerwiegender Krankheiten wie Krebs auf Störungen des Glutathionspiegels in Verbindung gebracht. Ein niedriger Glutathionspiegel steht ferner immer mit chronischen Erkrankungen im Zusammenhang. Aufgrund dieses Umstandes sehen einige Wissenschaftler das Glutathion im Kampf gegen den Alterungsprozess sowie gegen Erkrankungen als das wichtigste Antioxidans an.

S-Acetylglutathion wirkt entzündungshemmend

Indem es die natürliche Immunantwort des Körpers hemmt oder stimuliert, reguliert das S-Acetylglutathion einer Studie nach, die in der Fachzeitschrift „Autoimmunity Reviews“ im Jahr 2009 veröffentlich wurde, Entzündungsreaktionen. Dies geht darauf zurück, dass S-Acetylglutathion die Transkription unterschiedlicher entzündungsfördernder Gene reduziert und die Produktion der stärksten entzündungsfördernden Zytokine hemmt. Das S-Acetylglutathion verhilft zu einem ausgeglichenen Glutathionspiegel, wodurch Schutz vor einer Reihe an Atemwegserkrankungen geboten ist. Indem zudem das S-Acetylglutathion die erworbene sowie angeborene Immunität verbessert sowie die funktionelle Aktivität von Immunzellen stärkt, kann es zur Bekämpfung von parasitären und viralen Infektionen beitragen. Dies ergab eine Studie, die 2013 im Fachmagazin „Biochimica Et Biophysica Acta“ publiziert wurde.

S-Acetylglutathion fördert Entgiftung

Sämtliche Organe, die für eine Entgiftung der Körpers zuständig sind, werden durch das S-Acetylglutathion in ihrer Funktion unterstützt – vom Darm und Verdauungssystem bis hin zu Nieren und Leber. Konkret wirkt das Glutathion auf zweierlei Weise:

– Noch bevor sie absorbiert werden können, werden Toxine im Verdauungsstrakt durch das S-Acetylglutathion abgefangen und neutralisiert,
– Es wird die Beseitigung solcher potentiellen Karzinogene, verdauten Chemikalien sowie Toxinen unterstützt, die der Körper bereits absorbiert hat.

Weil S-Acetylglutathion zudem Toxine noch vor deren Ausscheidung in der Leber bindet, ist es für die Entgiftung der Leber essentiell. Ferner wird vermutet, dass Glutathion solche Toxine eliminiert, die über die Umwelt oder Lebensmittel eingenommen wurden. Untersuchungen von Personen, die viel Fisch konsumierten und auf diesem Wege viel Quecksilber im Körper lagerten, konnten zeigen, dass der Quecksilberanteil mit steigendem Glutathionspiegel zurückging.

S-Acetylglutathion zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte

Wie ein Schutzschild wirkt Glutathion schädigenden Auswirkungen von Toxinen sowie oxidativem Stress entgegen. Die Behandlung mit S-Acetylglutathion, neben der auch Aspekte der Ernährung sowie der Bewegung von Bedeutung sind, verhilft zu einem starken Immunsystem. S-Acetylglutathion kommt der Immungesundheit auf zweierlei Art und Weise zugute:

– Es erhöht den Anteil an weißen Blutkörperchen (T-Zellen), welche die zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Schadstoffen spielen,
– Es stimuliert diversen Belegen nach die Aktivität sowie Herstellung natürlicher Killerzellen.

S-Acetylglutathion als hocheffektiver Radikalfänger

Glutathion besteht aus Glycin, L-Glutamin sowie L-Cystein. Als reduziertes Glutathion (G-SH) besitzt es seine aktivste Form und ist als solche das wichtigste endogene intrazelluläre Antioxidans. Die im Organismus allgegenwärtigen freien Radikale werden dank seiner antioxidativen Aktivität neutralisiert. Ein sehr wichtiger Aspekt, zumal der Glutathionanteil in den Zellen durch den chronischen oxidativen Stress verringert wird, woraus ein Mangel an Glutathion resultiert. Bei nicht optimaler Ernährung werden die Folgen von oxidativem Stress weiter erhöht, weil oft die Fähigkeit verloren geht, wichtige Vorstufen des Glutathion mittels Stoffwechsel-Prozess herzustellen. Doch S-Acetylglutathion vermag nicht nur freie Radikale zu neutralisieren. Es ist außerdem in der Lage, weitere Antioxidantien wie Vitamin E und C zu aktivieren. Diese Vitamine haben die Eigenart, selbst zu freien Radikalen zu verfallen, nachdem sie diese neutralisiert haben. S-Acetylglutathion fördert eine Widerverwertung dieser instabilen Moleküle und aktiviert sie, wodurch sie weiterhin als Antioxidantien zur Verfügung stehen können.

S-Acetylglutathion für ein gesundes Herz

S-Acetylglutathion kommt auch dem Herzen zugute, da viele essentiellen Funktionen dieses Organs unterstützt werden. So trägt es zur Regulierung sowie Aktivierung von Enzymen bei. Es ist beteiligt an der Proteinsynthese, welche für die Muskelreparatur und den Erhalt der Muskulatur von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus transportiert S-Acetylglutathion Aminosäuren, unterstützt die Energieproduktion sowie -transport zum Herzen und schützt das zentrale Organ vor Toxine und freie Radikale. Zu wenig Glutathion wird dagegen mit Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen in Verbindung gebracht.

S-Acetylglutathion für die Gehirnaktivität

Der Bedarf an Glutathion ist bei Hirnzellen ganz besonders groß. Unzählige Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass oxidativer Stress bei jedem Menschen und erst recht bei psychischer Störung in den Neutronen im Hirn vorhanden ist. Beispielsweise konnten Forscher belegen, dass ein erschöpfter beziehungsweise niedriger Glutathionspiegel beim Ausbruch sowie der Entwicklung von Parkinson eine primäre Rolle spielt und dass Alzheimer stets mit einer Erschöpfung von Glutathion sowie weiteren Antioxidantien in neuronalen Zellen einhergeht.

S-Acetylglutathion wirkt hautfreundlich

Für eine Hautaufhellung sorgt das Glutathion ebenfalls, indem es die Melaninsynthese unterbricht. Glutathion verleiht der Haut ihre ursprüngliche reine Farbe und wirkt so dem Melanin entgegen, das in erster Linie für die Farbbildung zuständig ist. Nicht zuletzt wirkt S-Acetylglutathion Verfärbungen, der Hautalterung sowie zellulären Hautschäden entgegen, indem es in seiner Funktion als Antioxidans freie Radikale beseitigt.

S-Acetylglutathion ist lange verfügbar

Als das erste stabile Glutathion gleicht das S-Acetylglutathion einen wesentlichen Nachteil des bis dato verabreichten Wirkstoffs G-SH aus. Begründet liegt dieser in seiner extrem niedrigen Halbwertzeit. So oxidiert G-SH, noch bevor es in die Zellen gelangt und dort bioverfügbar ist. S-Acetylglutathion löst dieses Problem und punktet durch eine hohe Bioverfügbarkeit. Als acetyliertes Glutathion ist es im Gegensatz zu glutathionhaltigen Lebensmitteln in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Diverse Untersuchungen konnten belegen, dass sich mittels S-Acetylglutathion ohne erhöhten Energieaufwand ein schneller Anstieg des intrazellulären G-SH-Spiegels erreichen lässt. Es gilt somit als der fortschrittlichste Wirkstoff zur medizinisch effektiven Erhöhung des Glutathionspiegels – egal ob in Form von Tabletten, Kapsel oder Pulver. Ohne Wirkstoffverlust nimmt der Dünndarm das S-Acetylglutathion auf und führt es über den Blutkreislauf den Zellen zu. Dort angekommen, steht eine hohe Menge an aktiv reduziertem G-SH zur Verfügung. Eine Unter- oder Überdosierung von S-Acetylglutathion ist grundsätzlich unbedenklich. Ferner sind Arzneimittelinteraktionen zwischen S-Acetylglutathion sowie weiteren Therapeutika nicht bekannt.

Wer in besonderem Maße unter Glutathionmangel leidet

Einen ungewöhnlich niedrigen Glutathionspiegel weisen folgende Personengruppen auf:

  • – Personen, welche an einer niedrigen Glukosetoleranz oder Diabetes leiden
  • – Patienten mit Fettleber oder alkoholkranke Menschen
  • – übertrainierte Sportler
  • – Patienten, die an einem chronischen Müdigkeitssyndrom leiden
  • – unter Verdauungsstörungen leidende Patienten, wie etwa entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
  • – Patienten mit Traumata, Sepsis und großen Verletzungen
  • – unter Lungenkrebs und anderen Lungenerkrankungen leidende Patienten
  • – Patienten, die an Schwundkrankheiten leiden (insbesondere HIV/ AIDS)
  • – Ältere Personen: Der Alterungsprozess steht mit einem Abfall des Glutathionspiegels in Verbindung. Bis dato ist nicht bekannt, ob hierfür Probleme bei der Glutathionsynthese oder eine unzureichende Proteinzufuhr verantwortlich sind.

S-Acetylglutathion als vielversprechender Therapieansatz bei chronischer Erschöpfung

Beim Fatigue-Syndrom deuten die chronischen Symptome klar auf einen zugrundeliegenden Glutathion-Mangel hin. Auf den Krankheitsverlauf wirkt sich S-Acetylglutathion offenbar deshalb positiv aus, da der zugrunde liegenden Gluathion-Mangel behoben und die Bildung von Leukotrienen normalisiert wird. Darüber hinaus werden reaktive Sauerstoffspezies vermehrt entgiftet. Hierdurch wird ein physiologischer Erythrozytenstoffwechsel sichergestellt. S-Acetylglutathion lässt sich ferner auch zur Behandlung von Cancer-Fatigue einsetzen. Denn wie jeder andere Tumor, geht auch dieser Mammakarzinom mit eine verstärkten Produktion freier Radikale einher. Strahlen- sowie Chemotherapie leisten hinsichtlich der Radikalbildung sogar einen noch größeren Beitrag. S-Acetylglutathion vermag genetischen Mutationen vorzubeugen, welche mittels oxidativer Prozesse in Gang gesetzt werden können. Die Hochdosistherapie mit bioverfügbarem Glutathion vermindert nach der Chemotherapie ferner das Ausmaß der Knochenmarkdepression. Erfolgreich ist die Glutathion-Supplementierung vielfach deshalb, weil es die durch Glutathion-Mangel beeinträchtigten Mechanismen positiv beeinflusst. Dies gilt zumindest dann, wenn das Glutathion in der bioverfügbaren Form des therapeutischen Wirkstoffs S-Acetylglutathion zugeführt wird. Nachweislich hat sich das S-Acetylglutathion auch in der adjuvanten Krebstherapie bewährt.

Vorteile von S-Acetylglutathion im Überblick

  • – Stärkt das Immunsystem
  • – Mindert Entzündungen
  • – Entgiftet dank dem Abbau von Toxinen und Schwermetallen
  • – Bekämpft schädliche freie Radikale
  • – Schützt unsere DNA vor Schäden
  • – Verbessert die Hautelastizität und reduziert Falten
  • – Therapieform bei Fatigue-Syndrom und Cancer-Fatigue